XPO streicht vorerst Verkaufspläne des Europa-Geschäfts

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XPO Logistics erwägte dieses Jahr den Verkauf seines Europa-Geschäfts. Die Verkaufspläne wurden vorerst gestoppt, der Grund dafür sei die aktuelle Marktsituation.

XPO streicht vorerst Verkaufspläne des Europa-Geschäfts
Foto: XPO Logistics
Im März dieses Jahres gab das US-amerikanische Logistikunternehmen XPO bekannt, das nordamerikanische intermodale Geschäft als auch sein europäisches Geschäft aufzuspalten und zu verkaufen. Die Pläne des nordamerikanischen Geschäfts wurden in die Tat umgesetzt und Ende März wurde das US-Geschäft für 710 Millionen US-Dollar veräußert, zudem wurde die Tochtergesellschaft RXO letzten Monat zu einem Preis von 20 US-Dollar pro Aktie an die Börse gebracht.

Aus einem offiziellen Börsenbericht geht hervor, dass das Unternehmen seine Verkaufspläne hinsichtlich des Europa-Geschäfts vorerst auf Eis gelegt hat. Der Grund für diese Entscheidung sei der geschwächte Kapitalmarkt in Europa.

In einem kurzen Vermerk an die Börsenaufsichtsbehörde (Securities & Exchange Commission – SEC), teilte die Unternehmensleitung ferner mit, dass XPO „keine weiteren Aktualisierungen zu den Verkaufsplänen oder deren Status vornehmen wird”. Diese Ankündigung ist für Börsenanalysten gleichbedeutend damit, die Verkaufspläne zu verwerfen. Die Veräußerung hätte laut früheren Berichten den XPO-Aktionären rund drei Milliarden Euro einbringen können.

Das europäische Landtransportgeschäft von XPO besteht größtenteils aus dem französischen Unternehmen Norbert Dentressangle (ND), das Ende 2015 für 3,24 Milliarden Euro erworben wurde. Damals hatte das Transportunternehmen 33.000 Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von 4 Milliarden Euro. Besonders stark wuchs ND in Europa durch den Erwerb des britischen Unternehmens Christian Salvesen.

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