Fast 4 Millionen Euro Bußgeld für einen Trucker. Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt

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Ein rumänischer Lkw-Fahrer wurde in Frankreich nicht nur zu einer drakonischen Geldbuße und einem hohen Schadensersatz, sondern auch einer Haftstrafe verurteilt. Da der Mann trotzdem behauptet, unschuldig zu sein, legte er gegen das Urteil Berufung ein.

Fast 4 Millionen Euro Bußgeld für einen Trucker. Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt
autor: Dan Race


Der Prozess vor einem französischen Gericht betraf einen rumänischen Fahrer, der im August 2019 im Coquelle-Terminal in der Nähe des Ärmelkanals beim Transport gefälschter chinesischer Luxusgüter erwischt wurde.

Unter den gefälschten Waren wurden unter anderem 293 Rolex-Uhren, 468 Diora-Armbänder sowie 468 Puma-T-Shirts und Shorts gefunden. Insgesamt befanden sich in dem Lastwagen 18.000 gefälschte Produkte, die der 43-jährige Rumäne nach England befördern wollte.


Das erste Urteil wurde vom französischen Gericht am 12. Januar des laufenden Jahres gefällt. Der Mann wurde zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt. Die Vollstreckung wurde aber zur Bewährung ausgesetzt. Überdies entschied das Gericht über eine drakonische Geldstrafe in Höhe von 3.728.320 EUR.

Laut einem Bericht der französischen Tageszeitung Le Voix du Nord wurde er überdies zur Zahlung von 2.500 Euro Prozesskosten sowie 114.000 Euro Schadensersatz an drei Konzernen, die Parteien einer Zivilklage waren, verurteilt. 


Der Fahrer legte gegen das Urteil Berufung ein und erklärte, er habe mit der Fracht nichts zu tun.

„Ich bin nur ein einfacher Fahrer, ich hatte keine Ahnung, was in dem Fahrzeug war, weil ich an der Beladung nicht teilgenommen hatte“, sagte er in der Berufungsverhandlung.

Das Gericht zweiter Instanz bestätigte am 1. September das frühere Urteil, befand den Mann für schuldig und verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von 6 Monaten, wobei die Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Fahrer konnte trotzdem aufatmen, weil die Höhe der Geldstrafe und des Schadenersatzes gegenüber Rolex, Puma und Dior auf insgesamt 9.900 Euro reduziert wurde. Die von ihm zu tragenden Prozesskosten beliefen sich letztendlich auf 2.000 Euro.

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